Selbsthilfe

Sucht

Auf leisen Sohlen kommt sie angeschlichen und packt sie zu, die SUCHT. Kein Tag vergeht, an dem ich mir wünsche damit aufzuhören, es einfach abzuwaschen. Versteckt, zurückgezogen und allein versuchte ich sie wieder loszuwerden.

Meine Geschichte begann mit zwei bis drei Bier pro Tag unter Freunden und steigerte sich bis zur Kiste Bier am Tag, die ich alleine im Keller trank. Schließlich endete meine Sucht im Krankenhaus mit Tabletten, Entzug und freundlichen Pflegerinnen.

Es folgten drei Monate Entwöhnungskur und der Erfolg auf trockene Zeiten. Ich war sehr stolz darauf wieder einen klaren Kopf und einen gesunden Körper zu haben, stolz ohne die Sucht zu leben, ich liebe es.

Das wichtigste ist sich die Krankheit selbst einzugestehen. Das ist der erste Schritt zum Erfolg. Kaum jemand schafft es alleine raus aus der Spiral. Es gibt professionelle Hilfe und Unterstützung, die uns zu Auge führen, dass wir nicht alleine mit dem Problem sind. Aber dazu muss man zuerst bereit sein die Hilfe wahrnehmen und in Anspruch nehmen zu können.

Wie auch Zuckerkranke, Laktose Intolerante und Allergiker müssen auch wir Suchtkranke jeden Tag achtsam damit umgehen, was wir zu uns nehmen und mit unserem Körper machen und mit wem wir Kontakte pflegen. Nun stellt sich die Frage aller Fragen; Wann wissen wir ob es eine Sucht oder Abhängigkeit ist?

Die Sucht wird zum Ersatz von Gefühlen, Liebe, Anerkennung, Geborgenheit, Gesundheit und vielem mehr. All diese Dinge ersetzen wir durch das Suchtmittel und das mit sofortiger Wirkung. Und mit sofort meine ich sofort, da wir unser Leben dadurch wegspülen.

Nehmen wir unser Leben in die Hände und genießen es in vollen Zügen. Wir haben nur ein Leben, einen Kopf, einen Körper. Jeder einzelne von uns hat ein wundervolles Leben verdient.

Tanja

  

   

  

Videos

Medienbereich